Anfang des XIX. Jahrhunderts, mangelt es in der Stadt an Raum für Gottesdienste. Das Ordinariat entscheidet deshalb eine neue Pfarrgemeinde zu gründen. Am 8. Mai 1864 wird die Pfarrstätte Notre Dame des Victoires den Einheimischen zur Verfügung gestellt die Bauarbeiten unter der Direktion des Lyoner Architekten Desjardins, erstrecken sich über
4 Jahre
Im gotischen Stil des XIII. Jahrhunderts ist die Kirche aus hartem, feinkörnigem Kalkstein, an einigen Stellen mit Volvic-Lava gemischt.
Der Kirchturm wurde erst gegen 1884 erbaut und ein Jahrhundert später renoviert. Die Kirche hat zudem das Kreuz verloren, das die Fassade schmückte. Im Jahre 1926 hat sie eine zusätzliche Glocke erhalten.
Sie hat einen besonders schönen Hauptaltar, ein geschnitztes Altarbild sowie Statuen, eine davon repräsentiert Notre-Dame de Pitié.
Auf dem Anwesen des Roanner Schlosses wurde im Jahre 1312 eine Kapelle dem Heiligen Saint-Etienne gewidmet. Sie soll, dank der Großzügigkeit von Alice de Saint-Haon, erbaut worden sein. Die zahlreichen Umbauten des Gebäudes, über einige Jahrhunderte hinweg, ergeben eine interessante Zeugenaussage der Kunstgeschichte.
Diese Pfarrkirche beinhaltet teilweise Aufbauten vom Jahr 1534 im flammenden gotischen Stil, was die äußere Architektur nicht vermuten lässt, Resultat zweier aufeinander folgender Erweiterungen von 1822 bis 1845 und im Jahre 1926. Die Gesamtheit bleibt trotz allem harmonisch und die Teile des neugotischen Stils sind perfekt in die primitive Architektur integriert.
Interessante Stücke befinden sich hier, darunter eine Jungfrau von Bonnassieux, Sainte Thérèse von J.B. Picaud, der Tympan von Belloni und das Glasfenster des Saint-Sébastien Martyriums, ein Geschenk von Louis XII.
Die Vorstadt ‚Faubourg Clermont' entwickelt sich besonders stark im XIX. Jahrhundert und, trotz der Konstruktion der Kirche Notre-Dame des Victoires, wird eine zusätzliche Kultstätte in der Stadt nötig. Unter der Direktion des Roanner Architekten Gilbert-Jules Michaud, beginnt im Jahre 1864 der Bau der Kirche Saint-Louis.
Die Arbeiten sind 1881 beendet. Der anfängliche Plan wird nicht in seiner Gesamtheit eingehalten. In der Tat fehlt noch heute das 5. Schiff sowie die beiden Pfeiler, die ursprünglich die Türme überragen sollten.
Dieses im römischen Stil erbaute Gebäude besitzt einen einfachen Innenraum und ein eingeschränktes Mobiliar.
Im Herzen der Vorstadt ‚Faubourg Mulsant', wurde die Kirche aufgrund des Bevölkerungsanstiegs in den Jahren 1860 erbaut. Im Faubourg Mulsant siedeln sich viele Textilfirmen an und es ist völlig natürlich, dass die Kirche den Namen des Schutzherren der Weber ‚Sainte Anne' trägt.
Der Bau dauerte fast 30 Jahre. 1997 wurde die Kirche Sainte Anne vom Kultusministerium unter Denkmalschutz gestellt. Ihre Kunstwerke sind im Dechelette-Museum untergebracht. Es gibt jedoch noch immer eine wunderschöne Orgel, die von ‚Notre Dame de Fourvière (Lyon) stammt